1. Überblick über den Hotel- und Beherbergungsmarkt
Nach Angaben des Polnischen Amtes für Statistik waren im Jahr 2010 insgesamt ca. 7.200 Beherbergungsobjekte registriert, davon 1.796 Hotels mit ca. 90.000 Betten. Die meisten Hotelobjekte befinden sich in den Wojewodschaften Kleinpolen mit 249 Hotels, Großpolen mit 209 Hotels sowie Niederschlesien mit 200 Hotels.
Die Aufteilung nach Kategorien gestaltet sich in den größten polnischen Städten wie folgt (Angaben aus dem Jahr 2010):
- Warschau: 19 ***-Hotels, 9 ****-Hotels sowie 11 *****-Hotels,
- Kraków (Krakau): 68 ***-Hotels, 17 ****-Hotels sowie 10 *****-
Hotels,
- Poznań (Posen): 24 ***-Hotels, 6 ****-Hotels sowie 2 *****-
Hotels,
- Szczecin (Stettin): 7 ***-Hotels, 4 ****-Hotels sowie 0 *****-
Hotels.
Insgesamt haben im Jahr 2010 über 20 Mio. Touristen (darunter 4 Mio. Touristen aus dem Ausland) die Angebote der auf dem Markt agierenden Beherbergungsobjekte in Anspruch genommen, davon über 11 Mio. Touristen Übernachtungen in Hotels. Bei den Touristen aus dem Ausland stellen deutsche Touristen nach Angaben des Statistischen Amtes mit Abstand die größte Gruppe dar. An der Anzahl der Übernachtungen gemessen gehören die Wojewodschaften Westpommern mit über 9 Mio. Übernachtungen, Kleinpolen mit fast 8 Mio. Übernachtungen sowie Pommern mit 5,6 Mio. Übernachtungen zu den Hauptreisezielen in Polen.
2. Investitionsmöglichkeiten
Mit ca. 20 Zimmer auf 10.000 Einwohner (im Vergleich zu ca. 200 Zimmer auf 10.000 Einwohner in Westeuropa) weist der polnische Hotelmarkt nach Angaben der Gesellschaft Colliers International weiterhin ein interessantes Entwicklungspotential auf.
Nach Schätzungen von Experten ist mit einem Wachstum vor allem im *** und **** und *****-Sterne-Segment zu rechnen. Vor allem werden die Peripherien der Großstädte sowie mittlere Kreisstädte in den nächsten Jahren versuchen, den dort bestehenden Nachholebedarf an Beherbergungsobjekten zu verringern.
Zu den Regionen mit den höchsten Wachstumsraten zählen bereits heute die Mazuren, Südpolen sowie die gesamte Ostseeküste, nicht zuletzt aufgrund der Tatsache, dass polnische Touristen auch aufgrund der aktuellen Ereignisse in Nordafrika und Griechenland das eigene Land als Urlaubsregion immer mehr in Anspruch nehmen.
Ihr Ansprechpartner:
Herr Rechtsanwalt Steffen Braun, steffen.braun@braunpaschke.pl
Oberster Gerichtshof in Warschau